10 Beispiele für schlechte Führungstypen

10 Beispiele für schlechte Führungstypen

Für das eigene Team, aber genauso auch für Kollegen, Kunden und Geschäftspartner kann eine schwierige Führungskraft zur echten Herausforderung im Geschäftsalltag werden.

Personalführung Führungstypen

Dass sich so manche Führungskraft mit ihrer Rolle schwertut, ist dabei oft tatsächlich der Funktion geschuldet. Denn anders als eine Fachkraft, bei der das fachliche Wissen und Können klar im Vordergrund steht, muss eine Führungskraft ihren Blick auf das große Ganze richten.

Es genügt nicht, dass die Führungskraft als erfahrener Experte in ihrem Fachbereich einzelne Aufgaben locker bewältigt. Stattdessen muss sie ihrer Führungsrolle gerecht werden.

Das fängt damit an, dass die Führungskraft Ziele definieren, Aufgaben delegieren und ihr Team managen und eben führen muss. Und es endet damit, dass die Führungskraft die Verantwortung für Erfolge und auch für Misserfolge trägt.

 

Gründe für schwierige Chefs

Natürlich ist es nicht immer einfach, die Führungsrolle gut auszufüllen. Und selbstverständlich kann auch eine Führungskraft einmal einen schlechten Tag haben. Wenn sich ein eigentlich netter Kollege aber plötzlich zu einem unausstehlichen Vorgesetzen verwandelt und ständig den Chef raushängen lässt, hat das oft ziemlich einfache Gründe. Welche?

Hier ein paar Beispiele:

  • Angst: So manche Führungskraft hat schlichtweg Angst. Angst vor den neuen Aufgaben, vor Konflikten, vor der Verantwortung, vor Konkurrenz oder vor einem Scheitern. Wenn sich Angst breit macht, löst sie in aller Regel zwei Reflexe aus. Nämlich entweder die Flucht oder den Angriff. Entschließt sich die Führungskraft dazu, nicht vor der Situation davonzulaufen, packt sie oft die Ellenbogen aus. Nur leider vergisst sie dabei häufig, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.
  • Unsicherheit: Auch Unsicherheit kann eine Ursache dafür sein, dass die Führungskraft den Big Boss spielt. Denn eigentlich weiß sie gar nicht so richtig, wie es geht. Und das kompensiert sie eben damit, dass sie den Chef raushängen lässt. In dieser Rolle ist sie schließlich stark und wenig angreifbar.
  • Überforderung: An eine Führungskraft werden hohe Anforderungen und noch höhere Erwartungen gestellt. Und das von allen Seiten – von den eigenen Mitarbeitern, den Kunden, der Geschäftsleitung und auch vom privaten Umfeld. Die Führungskraft steckt also wie in einem Sandwich. Und das kann durchaus dazu führen, dass die Anforderung in eine Überforderung umschlägt.
  • Sturheit: Manch eine Führungskraft neigt dazu, einen Tunnelblick aufzusetzen. Sie lässt keine fremden Ideen zu, blockt andere Meinungen ab und trifft alle Entscheidungen im Alleingang. Gleichzeitig wundert sie sich darüber, dass ihre Mitarbeiter bestenfalls zum Dienst nach Vorschrift übergehen.
  • Machthunger: Kontrolle über andere zu haben, andere herumkommandieren zu können und Druck auszuüben, sind Mittel, die nicht jedem gut bekommen. So manche Führungskraft gerät dadurch in einen Höhenflug – und entpuppt sich als Ekel.
  • fehlender Teamgeist: Sieht sich die Führungskraft nur als Chef und nicht als Teil des Teams, ist die Gefahr groß, dass sie die Stärken ihrer Mitarbeiter nicht erkennt oder falsch einschätzt und folglich nicht nutzt. Das wiederum führt nicht nur dazu, dass sie die Aufgaben nur bedingt sinnvoll delegiert. Stattdessen bleibt oft auch der wertschätzende und anerkennende Umgang auf der Strecke.

10 Beispiele für schlechte Führungstypen

Kommen ein oder mehrere der genannten Faktoren zusammen, bilden sich Vorgesetzte heraus, die allen Beteiligten eine produktive Zusammenarbeit schwer machen.

Dabei sind die folgenden zehn Führungstypen besonders häufig vertreten:

  1. Der Abwesende kennzeichnet sich dadurch, dass er so gut wie nie da und auch nur selten erreichbar ist. Natürlich kann er so schon keine Fehler machen und in keine Konflikte geraten. Und sein Team genießt volles Vertrauen und hat freie Hand. Nur hat es eben auch keinen Ansprechpartner und niemanden, der es führt.
  2. Der Wartende schaut erst einmal zu, was passiert und wie sich die Dinge entwickeln. Vielleicht lösen sich einige Probleme ja von selbst. Und irgendjemand wird die Aufgaben schon erledigen.
  3. Der Shootingstar ist der neue Hoffnungsträger. Doch er verwechselt Aktivität mit Aktionismus. Und so ist der leuchtende Stern recht bald wieder verglüht und in der Dunkelheit verschwunden.
  4. Der Besserwisser weiß alles und kann alles am besten. Er muss niemanden fragen und sich mit niemandem absprechen. Denn schließlich macht ihm ohnehin so schnell keiner etwas vor. Und außerdem ist er ja der Chef.
  5. Der Einzelkämpfer hat seinen Weg im Kopf. Er gibt die Marschrichtung vor und sagt, was Sache ist. Wer sich ihm anschließen will, kann das gerne tun – mit klarer Rollenverteilung. Und wer ihm nicht folgen will, lässt es eben bleiben. Zur Not schafft er es auch alleine.
  6. Der Liebling ist ein echter Kumpel. Er wünscht sich Harmonie und ein freundschaftliches Klima. Bevor er jemanden überfordert oder durch klare Ansagen Konflikte hervorruft, erledigt er die Aufgabe lieber selbst. Dass andere diesen Zug ausnutzen, will er nicht wahrhaben.
  7. Der Herrscher hält das Ruder fest in der Hand. Er muss Sachverhalte nicht ausdiskutieren und hört sich andere Meinungen bestenfalls pro forma an. Schließlich ist er der Chef und hat das Sagen. Also haben die anderen zu tun, was er ihnen aufgibt.
  8. Der Arbeiter ist wirklich fleißig. Er ist sich für keine Arbeit zu schade und hilft selbstverständlich sofort aus, wenn Not am Mann ist. Im Zweifel werden Anliegen von Mitarbeitern und Kunden eben zur Chefsache erklärt. Da er sich als Fachkraft engagiert, bleibt für die Führungsaufgaben meist keine Zeit mehr. Aber seiner Meinung nach ist im Tagesgeschäft das Erledingen von Aufträgen sowieso viel wichtiger als das Führen.
  9. Der Zerstreute kann einfach nicht Nein sagen. Auch wenn sein Terminkalender schon übervoll ist und er bereits mehrere Projekte am Laufen hat, wird er die neue Zusatzaufgabe noch irgendwie unterbringen. Einzelne Aufgaben abzugeben, kommt für ihn nur im absoluten Notfall in Frage. Die Folge ist, dass er sich gerne mal verzettelt und am Ende nichts so ganz fertig wird.
  10. Der Absahner präsentiert tolle Ideen, innovative Lösungen und spannende Konzepte. Und natürlich genießt er die Erfolge. Nur vergisst er leider zu erwähnen, dass die Geistesblitze nicht von ihm stammen. Klar, dass die Motivation im Team ziemlich schnell dahin ist.

Fazit

Niemand wird von heute auf morgen zur perfekten Führungskraft. Das Dasein als erfolgreiche Führungskraft ist vielmehr eine Entwicklung, die ihre Zeit braucht. Wichtig dabei ist, dass sich die Führungskraft selbst beobachtet und ihr Handeln hinterfragt. Auf diese Weise kann sie Stimmungen aufnehmen, Erkenntnisse umsetzen und ihr Auftreten nachjustieren.

Allerdings ist das Hinterfragen nicht mit einem in Frage stellen gleichzusetzen. Es gibt überhaupt keinen Grund, sich selbst in Frage zu stellen: Die Führungskraft ist Führungskraft, weil sie das Potenzial für diese Rolle hat. Sonst hätte sie die Position nicht bekommen. Sie muss jetzt nur in ihre Funktion hineinwachsen.

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