Mitarbeiter motivieren

Mitarbeiter motivieren

Motivierte und loyale Mitarbeiter sind ein Muss für den langfristigen Unternehmenserfolg. Doch was motiviert Mitarbeiter? Ist es Geld, Lob, Anerkennung, die Chance auf Weiterbildung und Karriere – oder etwas ganz anderes?

Mitarbeiter können motiviert werden!

Mitarbeiter, die gerne zur Arbeit kommen, machen einen guten Job. Sie arbeiten produktiver, zeigen Engagement und bringen sich ein. Davon profitieren nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Kollegen und das ganze Unternehmen.

Die erzielten Ergebnisse, die verbuchten Erfolge und das gute Betriebsklima beflügeln zusätzlich. Motivierte Mitarbeiter identifizieren sich mit ihrem Arbeitgeber und stehen ihm auch dann treu zur Seite, wenn es einmal nicht so gut läuft. Kein Wunder, dass sich jedes Unternehmen solche Mitarbeiter wünscht – und sich regelmäßig etwas einfallen lässt, um die Motivation der Mitarbeiter hoch zu halten.

Doch die Mittel, die eingesetzt werden, haben sich verändert. Die Zeiten, in denen monetäre Anreize als Wunderwaffe galten, sind längst vorbei. Natürlich kann eine Bonuszahlung, eine Gehaltserhöhung oder eine Betriebsrente die Motivation steigern. Meist bleibt es aber bei einem kurzfristigen Effekt und spätestens wenn die Prämie ausgegeben oder die neue Einkommenshöhe zur Gewohnheit geworden ist, ist es mit der Zusatzmotivation wieder vorbei.

Auch die These, dass es gar nicht möglich ist, Mitarbeiter zu motivieren und das Ziel des Unternehmens folglich primär sein muss, die Mitarbeiter nicht zu demotivieren, wird immer seltener angeführt. Natürlich macht sich ein Mitarbeiter, der frisch eingestellt wurde, motiviert ans Werk. Schließlich ist er froh, den Job bekommen zu haben, und gibt sich deshalb in aller Regel Mühe, einen guten Eindruck zu machen, um den Job zu behalten.

Doch das heißt nicht, dass ein Mitarbeiter, der sich seiner Arbeitsstelle recht sicher ist, automatisch zum Dienst nach Vorschrift übergeht. Auch die Annahme, dass ein langjähriger Mitarbeiter nicht mehr motiviert werden kann, ist Unsinn. Warum sollte es nicht möglich sein, die Begeisterung für seinen Job bei einem erfahrenen Mitarbeiter wieder oder neu zu entfachen? Bei der Mitarbeitermotivation stellt sich also weniger die Frage nach dem Ob, sondern vielmehr nach dem Wie.

 

4 simple Mittel für die Mitarbeitermotivation

Es gibt kein allgemeingültiges Patentrezept dafür, wie ein Unternehmen seine Mitarbeiter motivieren kann. Denn die eingesetzte Motivationstechnik kann letztlich nur dann erfolgreich sein, wenn sie zur Situation passt, den jeweiligen Mitarbeiter berücksichtigt und das Gesamtbild sieht.

Doch was heißt das für die Praxis? Grundsätzlich geht es nicht darum, einen Mitarbeiter kurzfristig zu mehr Leistung zu bewegen. Das Ziel muss vielmehr sein, ein Arbeitsklima zu schaffen, an dem der Mitarbeiter gerne teilhat. Wenn der Mitarbeiter gerne zur Unternehmensfamilie gehört, kommt die Motivation von alleine.

Dieses Ziel wiederum lässt sich mit vergleichsweise
einfachen Mitteln erreichen:

 

  1. Ehrliches Interesse an den Mitarbeitern

Jeder Mitarbeiter ist anders. Während ein Mitarbeiter von seinem eigenen Büro oder einem chicen Firmenwagen träumt, ist es für einen anderen Mitarbeiter das Größte, wenn er seinen eigenen Aufgabenbereich erhält, für den er die alleinige Verantwortung trägt. Wieder ein anderer Mitarbeiter ist vielleicht motiviert, durch private Probleme aber ausgebremst, gestresst oder überlastet.

Ein Mitarbeiter blüht auf, wenn er stets die gleichen Aufgaben erledigt, ein anderer Mitarbeiter kann sein Potenzial ausschöpfen, wenn er ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert ist. Wichtig ist deshalb, dass der Chef seine Mitarbeiter richtig kennenlernt und sich nicht nur für sie als Personal, sondern auch als Menschen interessiert.

Dadurch schafft er zum einen ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis, das die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. Und zum anderen kann er viel leichter einschätzen, welchen Knopf er drücken muss, um den Motivationsmotor beim jeweiligen Mitarbeiter zu starten.

 

  1. Lob, Anerkennung und Respekt

Studien und Umfragen haben gezeigt, dass Lob und Anerkennung die mit Abstand wichtigsten Motivationsfaktoren für Mitarbeiter sind. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass sie respektiert werden, wichtig sind, ernst genommen werden und ihre Leistungen nicht als selbstverständlich abgetan werden, sind sie auch bereit, sich einzubringen und zu engagieren.

Wichtig ist aber, dass der Chef Lob und Anerkennung nicht miteinander verwechselt. Ein Lob bezieht sich immer auf eine konkrete Leistung oder einen erzielten Erfolg. Als Motivationsmittel sollte Lob nur dann eingesetzt werden, wenn tatsächlich eine außergewöhnliche Leistung erbracht wurde.

Wird jede Kleinigkeit gelobt und das Lob womöglich nebenbei ausgesprochen, verliert es seine Wirkung. Zwischendurch ist deshalb ein einfaches, aber ehrliches und aufrichtiges Danke die bessere Wahl. Anerkennung ist mehr als ein Lob. Sie ist ein Gefühl, das vermittelt, dass die Leistungen wertgeschätzt werden und der Mitarbeiter ein wichtiger Teil des Teams ist.

 

  1. Motivation durch klare Ansagen

Ein Mitarbeiter braucht klare Ziele. Er kann den Erwartungen nicht gerecht werden, wenn er nicht weiß, was überhaupt von ihm erwartet wird. Seine Aufgaben sollten ihn herausfordern, dabei aber weder über- noch unterfordern. Gleichzeitig sollte der Chef nicht nur irgendwelche Vorgaben definieren, sondern die Ziele zusammen mit dem Mitarbeiter ausarbeiten. Dabei kann er ruhig eine Belohnung in Aussicht stellen.

Die Teilnahme an einem Projekt, in das der Mitarbeiter seine Stärken einbringen kann, oder sogar dessen Leitung wäre beispielsweise ein schöner Anreiz. Wichtig ist aber auch, dass der Chef die Bedingungen schafft, die es dem Mitarbeiter ermöglichen, die vereinbarten Ziele tatsächlich zu schaffen. Dazu kann durchaus gehören, dem Mitarbeiter mehr Freiraum zu geben und weitere Kompetenzen zu übertragen.

Bei Problemen und Schwierigkeiten sollte der Chef Unterstützung bieten. Schuldzuweisungen, harsche Kritik oder abfällige Bemerkungen bringen niemanden weiter. Motivierend hingegen ist, wenn der Mitarbeiter weiß, dass er einen verlässlichen Partner an seiner Seite hat, der sich zusammen mit ihm um eine Lösung bemüht.

 

  1. Vorbild sein

Nicht zuletzt ist der Chef selbst ein Motivationsfaktor. Wenn er möchte, dass sich seine Mitarbeiter engagieren, einbringen und ihre besten Leistungen abrufen, sollte er diese Forderungen vorleben. Kein Chef kann erwarten, dass sich seine Mitarbeiter gutgelaunt und motiviert ans Werk machen, wenn er selbst miesepetrig am Schreibtisch sitzt.

Er kann nicht verlangen, dass ihn seine Mitarbeiter über alles Wichtige auf dem Laufenden halten, wenn er selbst alle Informationen für sich behält und seine Mitarbeiter bei sämtlichen Entscheidungen übergeht.

Er raubt die Motivation, wenn er einen Mitarbeiter wegen einer fünfminütigen Verspätung abmahnt, selbst aber fast täglich zu spät kommt. Natürlich darf jeder mal einen schlechten Tag haben. Doch wenn der Chef seine Mitarbeiter für ihren Job begeistern will, muss er selbst auch dafür brennen.

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