Führungstechniken

Führungstechniken

 

Durch Fachliteratur, Weiterbildungen und Trainings lernen Führungskräfte verschiedene Führungstechniken kennen. Diese Techniken umfassen zum einen unterschiedliche Führungsstile und zum anderen konkrete Instrumente, Mittel und Methoden zur Mitarbeiterführung.

Abgerundet werden die Führungsqualitäten durch soziale, persönliche und fachliche Kompetenzen der Führungskraft. Nun heißt das aber nicht, dass eine Führungskraft automatisch eine gute und erfolgreiche Führungskraft ist, nur weil sie diverse Führungstechniken kennt und einsetzt.

Letztlich ist nämlich nicht entscheidend, dass eine Führungskraft Führungsinstrumente nutzt. Es kommt vielmehr darauf an, wann und vor allem wie sie dies tut.

 

Faktoren, die die Führung beeinflussen

Die Mitarbeiterführung lässt sich nicht ohne Weiteres in gut oder schlecht, erfolgreich oder misslungen einteilen. Es ist auch nicht möglich, den einen, einzigen Führungsstil auszumachen, der immer passt und perfekt funktioniert.

Ebenso wenig gibt es Führungstechniken oder Führungsinstrumente, die als Universalmittel automatisch zu den gewünschten Effekten führen. Vielmehr müssen bei der Mitarbeiterführung viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden.

 

Zu diesen Faktoren gehören unter anderem

  • die verschiedenen Mitarbeitertypen,
  • die Persönlichkeit und die Prioritäten der Führungskraft,
  • die Strukturen und Abläufe im Verantwortungsbereich der Führungskraft,
  • die Vorgaben und Ziele für den Führungsbereich,
  • das Arbeitsklima im direkten Arbeitsumfeld und allgemein im Unternehmen,
  • die übergeordneten Unternehmensstrukturen.

 

Hinzu kommt der zeitliche Aspekt. So kann sich die Mitarbeiterführung auf das aktuelle Geschehen konzentrieren und den Fokus auf das Erfüllen der Aufgaben im Tagesgeschäft und das Erreichen der Zielvorgaben innerhalb eines bestimmten Zeitraums legen. Genauso kann die Mitarbeiterführung aber auch als langfristiger Prozess verstanden werden, dessen Ergebnisse lange über die Tätigkeit der Führungskraft hinaus Bestand haben.

Doch obwohl viele verschiedene Faktoren auf die Führung Einfluss nehmen, lassen sich drei große Felder definieren, in denen Führungstechniken eingesetzt werden können.

 

Diese Felder sind

  1. die Koordination der Aufgaben und alltäglichen Abläufe,
  2. die Gestaltung des Arbeitsumfelds samt Motivation der Mitarbeiter und
  3. die Mitarbeiterentwicklung.

 

Für jedes dieser Felder stehen verschiedene Führungstechniken und Führungswerkzeuge zur Verfügung. Eine gute Führungskraft beherrscht die Instrumente, die notwendig sind, um im jeweiligen Feld bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Allerdings sollte sie immer im Hinterkopf behalten, dass die drei Felder am Ende wieder zu einem Ganzen verschmelzen. Deshalb kommt es meist gar nicht so sehr darauf an, wann die Führungskraft welche Führungstechnik anwendet. Stattdessen zählt das Wie.

 

Führungstechniken bei der Aufgabenkoordination

Jede Abteilung eines Unternehmens hat bestimmte Tätigkeiten und Aufgaben zu erledigen. Sie können Bestandteil der routinemäßigen Arbeitsabläufe sein oder aus Sonderaufträgen und besonderen Projekten resultieren. Wäre das operative Geschäft ein Gerät, so wäre es die Aufgabe der Führungskraft, sicherzustellen, dass dieses Gerät störungsfrei läuft, alle Funktionen genutzt werden können und das Gerät kontinuierlich optimiert wird.

Übertragen auf den Arbeitsalltag heißt das, dass die Führungskraft dafür zuständig ist, ihre Mitarbeiter so zu lenken und zu steuern, dass sie ihre Tätigkeiten und Aufgaben meistern können. Hierzu gehört auch, fachbezogene Sachaufgaben zu delegieren.

Eine Führungskraft ist, anders als ihre Mitarbeiter, nicht als Fachkraft eingestellt worden. Stattdessen wird sie dafür bezahlt, Führungsaufgaben zu erledigen.

Insofern setzt die Führungskraft in diesem Tätigkeitsfeld Führungstechniken ein, um auf diese Weise:

  • die übergeordneten Zielvorgaben in Teilziele und Einzelaufgaben einzuteilen,
  • Lösungswege zu finden, die das Erreichen der Zielvorgaben ermöglichen,
  • mögliche Problemstellungen und Hindernisse zu analysieren und aufzulösen,
  • die Fachaufgaben an die Mitarbeiter zu delegieren und die Arbeitsabläufe zu koordinieren,
  • sicherzustellen, dass die notwendigen Informationen, Ressourcen und Arbeitsmittel zur Verfügung stehen, und
  • ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem die Mitarbeiter die zugewiesenen Aufgaben eigenständig und erfolgreich meistern können.

 

Führungstechniken zur Mitarbeitermotivation

Organisatorische und verwaltende Tätigkeiten sind im Tagesgeschäft unumgänglich. So manche Führungskraft übersieht dabei aber, dass die Mitarbeiterführung auch soziale Komponenten hat.

Die Mitarbeiter sind keine Maschinen, die nur zu funktionieren haben und beliebig austauschbar sind, wenn die Leistungen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Damit eine erfolgreiche Zusammenarbeit entstehen kann, müssen sich die Mitarbeiter als Menschen wahrgenommen fühlen. Die Führungskraft muss sich also die Zeit nehmen, mit ihren Mitarbeitern zu kommunizieren.

Dabei gehört zur Kommunikation einerseits, klare Ansagen zu machen. Nur wenn die Mitarbeiter über die Ziele, die Erwartungen und die Vorstellungen der Führungskraft informiert sind, können sie in ihrem Sinne entscheiden und vorgehen.

Andererseits gehört zur Kommunikation, ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitarbeiter zu haben, ihnen ehrlich und fair Feedback zu geben, ihre Vorschläge und Ideen zuzulassen und sie bei der Bewältigung der alltäglichen Anforderungen zu unterstützen.

Mit Blick auf die Mitarbeitermotivation spielt der zeitliche Aspekt eine große Rolle. So ist es nicht schwer, Mitarbeiter kurzfristig dazu zu motivieren, eine Aufgabe zu übernehmen oder einen Auftrag zu erledigen. Oft reichen hier schon kleine Anreize wie ein Lob, eine vorübergehende Sonderstellung im Team oder auch eine Bonuszahlung aus.

Sehr viel anspruchsvoller hingegen ist es, die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter dauerhaft zu erhalten. An diesem Punkt ist es deshalb meist sinnvoller, auf klassische Motivationsmittel zu verzichten. Stattdessen sollte die Führungskraft auf Führungstechniken setzen, die dafür sorgen, dass demotivierende Faktoren ausgeschaltet werden.

Hierzu gehört in erster Linie, ein Arbeitsumfeld mit einer angenehmen, respektvollen Atmosphäre, fairen Arbeitsbedingungen und Entfaltungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter zu etablieren.

 

Führungstechniken zur Mitarbeiterentwicklung

Führen bedeutet nicht nur, die gegenwärtige Situation im Blick zu haben. Stattdessen beinhaltet das Führen auch, die Zukunft zu sehen und die Weichen für die weitere Entwicklung und künftige Erfolge zu stellen.

Dies wiederum bezieht sich nicht nur auf die Angebotsgestaltung oder den allgemeinen Unternehmenserfolg, sondern auch auf die Weiterentwicklung der Mitarbeiter.

Zu den Aufgaben einer Führungskraft gehört es, ihre Mitarbeiter zu fördern und sie in ihrem beruflichen Vorankommen zu unterstützen. Die Führungstechniken und -instrumente, die in diesem Zusammenhang eingesetzt werden können, zielen deshalb darauf ab,

  • das Fachwissen und die persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter auszubauen und zu vertiefen,
  • Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven aufzuzeigen,
  • durch gezielte Hilfestellung und ehrliche Feedbacks die Aufgabenerfüllung und das Erreichen der vereinbarten Ziele zu unterstützen und
  • Arbeitsbedingungen zu schaffen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, eigenständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

 

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Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Sabine Nauer, 38 Jahre, Trainingsentwickler und Berater Personalentwicklung, Michael Patzek, 44 Jahre, Personalreferent, Maike Müller, 41 Jahre, Trainingscoach für Führungskräfte, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zur Motivation von Mitarbeitern, Weiterbildung von Führungskräften und dem Personalwesen.

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