Trainings & Beratungen

Trainings & Beratungen

 

Die berufliche Tätigkeit auf ein solides Fundament zu stellen und die Möglichkeit zu haben, sich weiterzuentwickeln und beruflich voranzukommen, ist vielen Arbeitnehmern sehr wichtig. Genauso ist ein Unternehmen auf qualifizierte Mitarbeiter, die leistungsbereit und lernwillig sind, angewiesen.

Denn nur wenn die Mitarbeiter ihren Job gut und gerne machen und bereit sind, ihr Wissen und Können auf einem aktuellen Stand zu halten und kontinuierlich auszubauen, kann das Unternehmen auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben und erfolgreich sein. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass in sehr vielen Unternehmen ein breites Weiterbildungsangebot zur Verfügung steht, das von den Mitarbeitern auch gut angenommen und gerne genutzt wird.

Neben klassischen Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen wie Seminaren, Schulungen oder Workshops sind dabei seit einiger Zeit auch Trainings, Coachings und Beratungen beliebte Instrumente.

Doch was verbirgt sich dahinter eigentlich?
Und worin liegen die Unterschiede?

 

 

Worum geht es bei Trainings?

Ein Training ist eine Maßnahme, durch die sich ein Mitarbeiter Fähigkeiten oder Kenntnisse aneignet, die er in seinem beruflichen Alltag braucht. Der Trainer vermittelt dem Mitarbeiter dieses Wissen. Dazu erstellt der Trainer zunächst ein geeignetes Trainingskonzept.

Anschließend führt er das Training durch und begleitet die Lernprozesse, bis der Mitarbeiter die Inhalte beherrscht und nutzen kann. Bei den Inhalten eines Trainings kann es sich um Kompetenzen verschiedener Art handeln, um fachliche Kompetenzen also beispielsweise genauso wie um methodische, soziale oder persönliche Kompetenzen.

Außerdem kann sich ein Training auf eine konkrete Problemstellung, eine spezielle Aufgabe oder Tätigkeit oder typische Anforderungen des Berufsalltags im Allgemeinen beziehen.

 

 

Was sind die Unterschiede zwischen Trainings, Coachings und Beratungen?

Genauso wie ein Training zielen auch ein Coaching und eine Beratung darauf ab, dem Mitarbeiter Wissen und Können an die Hand zu geben. Die Vorgehensweisen, wie die Kompetenzen vermittelt werden, unterscheiden sich aber voneinander.

 

Am besten lassen sich die Unterschiede zwischen den drei Konzepten anhand eines Beispiels verdeutlichen:

Angenommen, eine Person steht an einem Flussufer. Sie muss ans andere Flussufer gelangen. Allerdings weiß die Person nicht, wie es ihr gelingen kann, den Fluss zu überqueren.

Je nachdem, ob sich die Person nun an einen Trainer, einen Coach oder einen Berater wendet, gestaltet sich die Lösungsfindung anders:

  • Ein Trainer wird der Person eine Schwimmtechnik beibringen. Wenn die Person diese Schwimmtechnik zuerst unter Anleitung und später auch eigenständig regelmäßig übt, wird sie in der Lage sein, den Fluss zu überqueren.Kommt die Person irgendwann in eine ähnliche Situation, kann sie ihr Können abrufen und übertragen. Steht sie also wieder vor irgendeinem Flussufer, kann sie die erlernte Schwimmtechnik einsetzen, um ans andere Flussufer zu gelangen.
  • Ein Coach wird der Person dabei helfen, selbst eine Lösung zu entwickeln. Dazu wird er Fragen stellen und Hinweise geben, bis der Person schließlich eine eigene Idee einfällt, wie sie den Fluss überqueren könnte. Je nachdem, über welche Fertigkeiten und Fähigkeiten die Person verfügt und wie ihre Arbeitsweise ist, kann die Person dabei auf verschiedene Ideen kommen.So kann die Person die Idee haben, eine Schwimmtechnik einzusetzen. Ihr kann aber auch einfallen, große Steine aufzusammeln und als Trittflächen zu benutzen, aus Ästen ein Floss zu bauen oder einen Baum zu fällen und als Brücke zu verwenden. Ist eine Lösung gefunden, wird der Coach die Person darin unterstützen, die selbst entwickelte Lösung umzusetzen.
  • Ein Berater wird sich die Situation genau anschauen und analysieren. Mithilfe seines Wissens und seiner Erfahrungen wird er anschließend eine Lösung ausarbeiten. Erscheint ihm ein Floss aus Ästen als die beste Lösung, wird er den Bau veranlassen. Schließlich wird er der Person die fertige Lösung präsentieren. Die Person kann die Lösung sofort anwenden, indem sie das Floss nutzt, um den Fluss zu überqueren.

Das Beispiel beschreibt die Grundideen, die hinter den verschiedenen Konzepten stehen, natürlich in einer sehr einfachen Form. In der Praxis lassen sich nicht immer so klare Grenzen ziehen.

Oft vermischen sich die Ansätze miteinander. So kann ein Berater beispielsweise eine fertige Lösung anbieten und den Mitarbeiter dann wie ein Trainer bei der Umsetzung anleiten. Genauso kann ein Coach den Mitarbeiter erst darin unterstützen, eine eigene Lösung zu erarbeiten, und die Umsetzung dieser Lösung dann mit dem Mitarbeiter trainieren.

 

Wann ist welche Maßnahme die richtige?

Ob ein Training, ein Coaching oder eine Beratung einem Mitarbeiter am ehesten weiterhilft, hängt vom Bedarf und der Zielsetzung ab.

  • Ein Trainer bringt dem Mitarbeiter Techniken und Methoden bei, zeigt ihm Instrumente oder vermittelt ihm Kompetenzen. Dazu erarbeitet er ein Konzept, organisiert das Training, begleitet die Lernprozesse und prüft die Fortschritte. Ein Training ist somit dann geeignet, wenn der Mitarbeiter bestimmte Fähigkeiten oder Fertigkeiten erwerben und deren Einsatz unter professioneller Anleitung lernen und üben soll.
  • Ein Coach hilft dem Mitarbeiter dabei, sein Potenzial auszuschöpfen. Durch Fragetechniken, Gespräche und andere Instrumente lenkt er den Mitarbeiter dahingehend, dass der Mitarbeiter eigene Lösungsansätze entwickelt. Ein Coaching bietet sich also an, wenn der Mitarbeiter darin unterstützt werden soll, sein Wissen und Können in vollem Umfang zu nutzen.
  • Ein Berater analysiert die Ausgangslage, gleicht den Ist- mit dem Soll-Zustand ab und erarbeitet auf dieser Basis ein fertiges, direkt umsetzbares Lösungskonzept. Eine Beratung ist somit dann die richtige Wahl, wenn dem Mitarbeiter konkrete Mittel und Wege aufgezeigt werden sollen, die er sofort anwenden kann.

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Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Sabine Nauer, 38 Jahre, Trainingsentwickler und Berater Personalentwicklung, Michael Patzek, 44 Jahre, Personalreferent, Maike Müller, 41 Jahre, Trainingscoach für Führungskräfte, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zur Motivation von Mitarbeitern, Weiterbildung von Führungskräften und dem Personalwesen.
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