Führungstechniken Übersicht

Führungstechniken Übersicht

In Sachen Mitarbeiterführung kann so einiges schief laufen. Deshalb sollte die Führungskraft ihre Führungstechniken einmal auf den Prüfstand stellen und sich fragen, wie die Zusammenarbeit mit ihrem Team am besten klappt.

Die Zahlen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück, ein wichtiges Projekt wurde mehr oder weniger in den Sand gesetzt und um die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter scheint es auch nicht zum Besten zu stehen. – Wenn es im Unternehmen nicht ganz rund läuft, sind die Ursachen oft nicht bei den Mitarbeitern zu suchen.

Verschiedene Studien belegen, dass der Chef einen nicht unwesentlichen Anteil dazu beiträgt, wie gut und effektiv sein Team arbeitet. Allein schon deshalb sollte sich die Führungskraft intensiv mit dem Thema Mitarbeiterführung beschäftigen und ihre Führungstechniken auf den Prüfstand stellen. Im Kern geht es dabei darum, eine Antwort auf folgende Frage zu finden: Wie arbeite ich als Führungskraft am besten, effektivsten und erfolgreichsten mit meinem Team zusammen, und wie mein Team mit mir?

Die Suche nach einer Antwort auf diese Frage führt unweigerlich zu den verschiedenen Führungsstilen. Für die Führungskraft gilt es also, herauszufinden, welcher Führungstyp sie ist und ob sie sich für die richtigen Führungstechniken entschieden hat.

Doch welche Führungsstile gibt es überhaupt? Hier ist eine Übersicht!

 

Der autoritäre Führungsstil

Führt die Führungskraft ihr Team autoritär, ist sie der alleinige Chef. Die Führungskraft sagt, was wie getan wird, und die Mitarbeiter führen die Anweisungen aus.

Dieser Führungsstil basiert auf dem Top-Down-Prinzip. Die Ausgangslage ist also, dass sich die gesamte Führungsverantwortung an einem Punkt bündelt, nämlich bei der Führungskraft. Kommando, Kontrolle oder Delegation sind Stichwörter, die mit dem autoritären Führungsstil Hand in Hand gehen. Eine Führungskraft, die ihr Team autoritär führt, definiert klare Regeln.

Sie setzt nicht auf Teamwork oder auf die Ideen ihrer Mitarbeiter. Stattdessen gibt sie die Marschrichtung vor und duldet oft keinen Widerspruch. Besonders sympathisch wirkt eine autoritäre Führungskraft deshalb häufig nicht.

Allerdings hat der autoritäre Führungsstil auch seine Pluspunkte. Eine Führungskraft, die mit einer sehr klaren und strengen Linie führt, erwartet meist viel Leistung von ihrem Team. Sie selbst arbeitet und handelt aber mindestens genauso diszipliniert.

Zudem zeichnet sich eine autoritäre Führungskraft in aller Regel dadurch aus, dass sie bereit ist, auf ihre Verantwortung Risiken einzugehen. Sie bewahrt auch in Krisensituationen die Ruhe und die Übersicht und ist in der Lage, schnell präzise Entscheidungen zu treffen. Gerade in Bereichen, in denen es auf klare Ansagen und schnelle Entscheidungen ankommt, muss der autoritäre Führungsstil deshalb nicht die schlechteste Lösung sein.

 

Der Laissez faire-Führungsstil

Laissez faire bedeutet übersetzt soviel wie machen lassen. Dieser Führungsstil ist damit das Gegenstück zum autoritären Führungsstil. Eine Führungskraft, die ihr Team im Laissez faire-Stil führt, nimmt sich zurück und lässt ihr Team einfach mal machen. Sie räumt ihren Mitarbeitern viel Raum ein, um sich zu entfalten, auszuprobieren und eigene Lösungen zu entwickeln. Sie kritisiert nicht, sondern unterstützt ihre Mitarbeiter darin, eigenständig zu denken und selbstständig zu arbeiten.

Verfügen die Mitarbeiter über die entsprechenden Qualifikationen, kann der Laissez faire-Führungsstil gut funktionieren. Hier brauchen die Mitarbeiter keine Anweisungen, sondern wissen selbst, was zu tun ist. Auch in Bereichen, in denen es auf Kreativität ankommt, ist dieser Führungsstil oft eine gute Wahl.

Denn je freier die Mitarbeiter ihre Ideen einbringen und ihre Ansätze verfolgen können und je weniger Vorgaben es gibt, desto weniger wird die Kreativität ausgebremst. Andersherum gibt es aber eben auch Teams, die Vorgaben, klare Anweisungen, eine gezielte Führung und eine gewisse Kontrolle brauchen. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass es schon bald drunter und drüber geht.

 

Der kooperative Führungsstil

Der kooperative Führungsstil setzt klar auf die Zusammenarbeit zwischen der Führungskraft und ihren Mitarbeitern. Frei nach dem Motto zusammen sind wir stark sieht sich die Führungskraft als Teil eines Teams, das sich gegenseitig ergänzt.

Jedes Teammitglied hat seine Stärken und Kompetenzen, die es einbringen kann, um gemeinsam vorwärtszukommen und erfolgreich zu sein. Zwischen der Führungskraft und den Mitarbeitern wird eine offene Kommunikation gepflegt, die von Respekt geprägt ist. Die Führungskraft ist zwar der Chef und hat das letzte Wort. Trotzdem bezieht sie ihre Mitarbeiter in die Entscheidungsprozesse ein.

Der kooperative Führungsstil führt meist zu einem positiven Arbeitsklima. Die Mitarbeiter wissen, dass sie zum Team gehören und die Möglichkeit haben, sich aktiv einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, um auf diese Weise zum Unternehmenserfolg beizutragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Mitarbeiter Vertrauen zur Führungskraft haben und sie als fairen Ansprechpartner sehen, auch in unangenehmen oder schwierigen Situationen.

Die Führungskraft wiederum kann aus dem konstruktiven Austausch wertvolle Erkenntnisse für ihre Arbeit gewinnen. Außerdem kann sie Aufgaben an ihre Mitarbeiter delegieren, um diese zu motivieren und sich selbst zu entlasten. Allerdings kann es in einem sehr kollegialen Verhältnis für die Führungskraft schwierig werden, ihre Position als Führungskraft zu behaupten. Außerdem kann es mitunter problematisch sein, bei Entscheidungen einen Konsens zu finden, wenn jedes Teammitglied eine andere Meinung vertritt.

Der situative Führungsstil

Der situative Führungsstil ist im Prinzip eine Mischung aus den Pluspunkten des autoritären, des Laissez faire- und des kooperativen Führungsstils. Die Idee hinter dem situativen Führungsstil ist, das Team flexibel zu führen. Dabei stimmt die Führungskraft ihre Führungstechniken auf die einzelnen Mitarbeiter ab.

So gibt die Führungskraft einem neuen Mitarbeiter mit wenig Berufserfahrung klare Anweisungen und präzise Vorgaben und kontrolliert seine Leistungen regelmäßig. Einen erfahrenen Mitarbeiter hingegen lässt sie eigenständig arbeiten und seine eigenen Ansätze entwickeln. Einem qualifizierten Mitarbeiter wiederum überträgt die Führungskraft verantwortungsvolle Aufgaben.

Der situative Führungsstil bietet den großen Vorteil, dass die Führungskraft jeden Mitarbeiter fördern und ihm dabei helfen kann, sein Potenzial voll auszuschöpfen. Allerdings muss die Führungskraft auch sehr flexibel sein und über viel Fingerspitzengefühl verfügen. Schließlich passt sich das Team beim situativen Führungsstil nicht der Führungskraft an, sondern die Führungskraft muss für jeden einzelnen Mitarbeiter geeignete Führungsinstrumente auswählen.

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