Mitarbeitergespräche

Mitarbeitergespräche

 

Mitarbeitergespräche gehören zu den wichtigsten Führungsinstrumenten, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen. Damit die Gespräche ihre Wirkung als Führungsinstrument entfalten können, sollten sie aber nicht mal eben auf die Schnelle abgearbeitet werden.

Stattdessen sollte sich die Führungskraft genug Zeit nehmen, um ein Mitarbeitergespräch vorzubereiten und durchzuführen.

 

Die verschiedenen Arten von Mitarbeitergesprächen

Grundsätzlich ist das Mitarbeitergespräch ein Gespräch, das eine Führungskraft und ein Mitarbeiter miteinander führen. Allerdings gibt es nicht nur das eine, einzige Mitarbeitergespräch. Stattdessen können Mitarbeitergespräche viele verschiedene Formen annehmen und unterschiedlichste Ziele verfolgen.

Eine klare Grenze lässt sich dabei zwar nicht immer ziehen, denn oft sich die Übergänge zwischen den verschiedenen Gesprächstypen fließend. Trotzdem wird zwischen verschiedenen Arten unterschieden.

Um einen Überblick zu geben, stellen wir im Folgenden die wichtigsten Typen des Mitarbeitergesprächs vor.

Das Entwicklungs- und das Qualifikationsgespräch

Viele Mitarbeiter möchten sich weiterentwickeln und beruflich vorankommen. Allerdings kann ein Unternehmen nicht immer passende Weiterbildungsangebote bereitstellen und auch die Beschäftigungsmöglichkeiten in höheren Positionen sind begrenzt.

Um den Mitarbeiter zu motivieren und davon abzuhalten, über einen Wechsel des Arbeitgebers nachzudenken, kann ein Entwicklungsgespräch geführt werden. Bei einem solchen Gespräch geht es darum, die Stärken des Mitarbeiters herauszuarbeiten und ihm zu verdeutlichen, wie wichtig er für das Unternehmen ist.

Gleichzeitig sollte versucht werden, mögliche Entwicklungsschritte zu finden, die den Mitarbeiter zumindest in gewissem Umfang fördern. Eine Art Gegenstück zum Entwicklungsgespräch ist das Qualifikationsgespräch. Hierbei geht es darum, die Stärken und Interessen des Mitarbeiters herauszuarbeiten, um auf dieser Basis entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen und Zusatzqualifikationen auszuwählen, die der Mitarbeiter für seinen nächsten Karriereschritt benötigt.

Das Feedbackgespräch

Durch ein Feedbackgespräch erhält der Mitarbeiter Rückmeldung über seine Arbeit und sein Verhalten. Hat der Mitarbeiter gute Leistungen erbracht, ein Projekt erfolgreich abgeschlossen oder die vereinbarten Ziele erreicht, wird das Feedback entsprechend positiv ausfallen.

Wichtig hierbei ist aber, dass die Anerkennung und das Lob glaubwürdig rüberkommen und den Mitarbeiter dazu anregen, auch in Zukunft so weiterzumachen. Gibt es Grund zu Kritik, wird das Feedbackgespräch oft als Kritikgespräch geführt.

Hier sollte die Führungskraft aber nicht schimpfen oder nur tadeln, sondern konstruktiv kritisieren. Konstruktive Kritik kennzeichnet sich dadurch, dass Fehler offen und fair angesprochen werden und gleichzeitig versucht wird, dem Mitarbeiter Mittel und Wege aufzuzeigen, wie sich solche Fehler in Zukunft vermeiden lassen.

Kritik, die nur negativ ist oder gar unter die Gürtellinie geht, wirkt demotivierend und kann neben Wut auch Trotz beim Mitarbeiter herrufen.

 

Das Gehaltsgespräch

Bei einem Gehaltsgespräch steht die Vergütung im Mittelpunkt. Solche Gespräche sind oft beiden Seiten eher unangenehm. So möchte die Führungskraft die Arbeitskraft, das Engagement und die Leistungen des Mitarbeiters zwar angemessen vergüten, muss aber auch wirtschaftlich denken.

Zudem gelten in aller Regel klare Vorgaben, welche Entgeltzahlungen und geldwerten Vorteile überhaupt gewährt werden können. Der Mitarbeiter wiederum möchte und muss Geld verdienen, will aber auch nicht gierig wirken und den Eindruck vermitteln, er würde nur des Geldes wegen arbeiten.

Wichtig ist deshalb, eine faire Basis zu finden und sensibel zu agieren, so dass am Ende beide Seiten mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch gehen können.

 

Das Halbjahres- oder Jahresgespräch

In vielen Unternehmen ist es üblich, dass sich Führungskraft und Mitarbeiter regelmäßig zusammensetzen. Je nach Turnus wird dann von einem Halbjahres- oder Jahresgespräch gesprochen. Das regelmäßige Mitarbeitergespräch ist oft eine Kombination aus Beurteilungs- und Zielvereinbarungsgespräch.

Das bedeutet, die Gesprächsteilnehmer lassen den Zeitraum seit dem letzten Gespräch Revue passieren. Gleichzeitig vereinbaren sie die Ziele, die im kommenden Zeitraum erreicht werden sollen.

Außerdem bietet sich das Mitarbeitergespräch an, um den Mitarbeiter durch Lob und Dank zu motivieren, Fragen zu klären oder Wünsche des Mitarbeiters, etwa im Hinblick auf Weiterbildungen, zu besprechen.

 

Das Konfliktgespräch

Wo verschiedene Menschen zusammenarbeiten, lassen sich Unstimmigkeiten und Streitereien nicht immer vermeiden. Damit aber die Arbeitsleistung und die Motivation nicht dauerhaft beeinträchtigt sind, ist es wichtig, dass Konflikte möglichst schnell beigelegt werden.

Die Führungskraft kann eingreifen, indem sie die Konfliktparteien an einen Tisch bittet und das Gespräch als Moderator und Vermittler begleitet. Eine andere Möglichkeit ist, ein Ermahnungsgespräch zu führen. Bei einem solchen Gespräch weist die Führungskraft den Mitarbeiter auf sein Fehlverhalten hin und ermahnt ihn gleichzeitig dazu, dieses Fehlverhalten abzustellen.

Bei einem Ermahnungsgespräch braucht es allerdings Fingerspitzengefühl. Das Ziel besteht schließlich darin, die Situation zu entschärfen und den Mitarbeiter wieder auf den richtigen Kurs zu bringen, und nicht darin, eine Drohkulisse aufzubauen, die den Mitarbeiter demotiviert und erst Recht zu einer Trotzreaktion verleitet.

 

Das Motivationsgespräch

Ein Motivationsgespräch zielt darauf ab, den Mitarbeiter zu motivieren. Dabei kann ein Motivationsgespräch beispielsweise als Anerkennungsgespräch geführt werden. Bei einem solchen Gespräch werden die erbrachten Leistungen oder die erzielten Erfolge des Mitarbeiters besprochen und gleichzeitig durch Lob, Anerkennung und Wertschätzung gewürdigt.

Eine andere Form des Mitarbeitergesprächs besteht darin, den Mitarbeiter über materielle oder immaterielle Anreize, Weiterbildungsangebote oder Karriereschritte zu informieren und sie ihm in Aussicht zustellen, um ihn so zu mehr Leistung anzuspornen.

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Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Sabine Nauer, 38 Jahre, Trainingsentwickler und Berater Personalentwicklung, Michael Patzek, 44 Jahre, Personalreferent, Maike Müller, 41 Jahre, Trainingscoach für Führungskräfte, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zur Motivation von Mitarbeitern, Weiterbildung von Führungskräften und dem Personalwesen.

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