Die Diva im Team richtig führen – 4 Tipps

Die Diva im Team richtig führen – 4 Tipps

Fehlende Kritikfähigkeit, ein Übermaß an Sensibilität und viel Show im Tagesgeschäft: Ist eine Diva im Team, gestaltet sich die Zusammenarbeit oft sehr schwierig. Und so manche Führungskraft würde die Diva am liebsten entlassen.

Führungskraft Diva

Auch die Kollegen wären nicht unbedingt traurig, wenn die Zicke mit Starallüren weg wäre. Doch eine Kündigung ist meist nicht ohne Weiteres möglich. Außerdem hat auch eine Diva Kompetenzen und Qualifikationen, die unterm Strich für den Teamerfolg wichtig und wertvoll sind.

Ebenso wie letztlich jeder Mitarbeiter seine Eigenheiten und vor allem seine Ecken und Kanten hat. Damit sind die Führungsqualitäten des Chefs gefragt.

 

Die Merkmale des Mitarbeitertyps Diva

Eines vorweg: Eine Diva muss nicht zwangsläufig eine Frau sein. Ganz genauso kann natürlich auch ein männlicher Kollege zur Diva werden oder sich jedenfalls so benehmen.

Ein typisches Merkmal der Diva ist, dass sie die Aufmerksamkeit genießt. Sie liebt es, wenn sie im Mittelpunkt steht und sich alles um sie dreht. Mit dieser Egozentrik ist eine Neigung zur Selbstdarstellung verbunden. Klar, dass die Diva sich selbst als die unbestrittene Nummer Eins sieht. Diese Allüren haben zur Folge, dass andere Teammitglieder eher auf Abstand gehen, das Verhalten der Diva als nervig empfinden und oft nur ungern mit ihr zusammenarbeiten.

Auf der anderen Seite ist die Diva äußerst sensibel, mit einer Tendenz zu emotionalen Ausbrüchen. Kritik will sie weder hören noch akzeptieren. Und manchmal sind es Kleinigkeiten, die ihr gehörig die Laune verderben. Eine unangenehme Rückfrage eines Kunden, ein zu laut telefonierender Kollege, die Wartezeit vor dem Kopierer oder das wenig ansprechende Mittagessen in der Kantine zum Beispiel.

Das große Bedürfnis nach Anerkennung, die feste Überzeugung vom eigenen Können und die hohen Ansprüche an sich selbst führen dazu, dass die Diva perfekt und vor allem besser als alle anderen sein will. Sie tut sich schwer damit, im Team zu arbeiten. Und sich unterzuordnen, ist für sie keine Option. Zumal sie nach ihrem Empfinden eigentlich eine viel höhere Position bekleiden müsste.

 

Die Diva im Team richtig führen – 4 Tipps

Selbstverständlich kann die Diva eine große und wichtige Bereicherung sein. Oft verfügt sie über viel Fachwissen, macht einen guten Job und zeigt sehr viel Engagement. Und solange die Abläufe passen, die Rahmenbedingungen stimmen und die Diva die Anerkennung bekommt, die ihr ihrer Meinung nach zusteht, kann sie ein echter Kumpel sein.

Aber die Zusammenarbeit birgt eben auch jede Menge Konfliktpotenzial. Teamgeist herzustellen, gestaltet sich schwierig – und letztlich bleibt die Diva ein Pulverfass, das jederzeit explodieren kann. Doch was heißt das für die Führungskraft? Wie sollte sie die Sache mit der Diva handhaben?

Hier sind vier Tipps!

 

Tipp Nr. 1: Nicht vor Kritik zurückschrecken.

Eine Diva verleitet so manche Führungskraft dazu, sich mit Kritik zurückzuhalten. Denn die Führungskraft weiß, dass ein falsches Wort ausreichen kann, um die Diva aus der Fassung zu bringen. Im Ergebnis läuft sie eingeschnappt davon oder startet endlose Diskussionen, bis sie am Ende im Recht ist. Natürlich ist ein solches Gebaren anstrengend und zeitraubend. Trotzdem muss die Führungskraft berechtigte Kritik offen ansprechen.

Wenn sich die Diva nämlich alles herausnehmen kann, während andere Mitarbeiter für ihre Fehler zur Rechenschaft gezogen werden, droht die Stimmung im Team zu kippen. Zudem gehört es zu den Aufgaben der Führungskraft, das Ruder in die Hand zu nehmen. Auch die Diva muss lernen und akzeptieren, dass der Chef das letzte Wort hat.

 

Tipp Nr. 2: Die richtige Rolle zuweisen.

Teamarbeit zählt nicht zu den Stärken einer Diva – und daran wird sich auch nichts ändern. Deshalb ist die Führungskraft gut beraten, wenn sie der Diva eine Funktion zuweist, in der sie ihren eigenen, festen Aufgabenbereich hat. Innerhalb dieses Bereichs kann die Diva ihre Stärken einbringen und erhält gleichzeitig eine – wenn auch klar eingegrenzte – Bühne.

Sie trägt Verantwortung für ihren Zuständigkeitsbereich und sichert sich die angestrebte Anerkennung. Zugleich leistet sie gute und wertvolle Arbeit fürs Team, ohne dass sie zu sehr in die Gemeinschaftsarbeit eingebunden ist.

 

Tipp Nr. 3: Den nötigen Abstand wahren.

Um den Frieden im Team zu wahren, eine gute Stimmung sicherzustellen und die Eskapaden der Diva auf ein Mindestmaß zu beschränken, versucht manch eine Führungskraft, eine kumpelhafte Beziehung zur Diva aufzubauen. Doch dieser Weg ist keine gute Idee. Die Diva fühlt sich zwar in ihren Leistungen bestätigt und wähnt sich auf einer Stufe mit dem Chef.

Doch im Team sorgt das für Unmut. Schließlich ist die Diva nur ein ganz normales Teammitglied. Besser ist deshalb, wenn die Führungskraft eine professionelle Distanz zur Diva hält. Auch bei ihr muss das Signal ankommen, dass sie – wie alle anderen Kollegen – dann mit Lob und Anerkennung belohnt wird, wenn die fachlichen Leistungen und die erzielten Ergebnisse stimmen.

 

Tipp Nr. 4: Den Zusammenhalt im Team stärken.

Auch wenn die Diva die Aufmerksamkeit auf sich zieht, darf die Führungskraft auf keinen Fall ihr Team aus dem Blick verlieren. Ganz im Gegenteil ist es gerade wichtig, die Teammitglieder zu fördern und ihnen den Rücken zu stärken. Die Führungskraft sollte klare Ansagen machen, die Richtung vorgeben und auf die gemeinsamen Teamleistungen hinweisen.

Jeder einzelne Mitarbeiter muss sich als wichtiges und wertvolles Teammitglied fühlen, das für seine Leistungen anerkannt wird. Zu einem fairen und offenen Umgang gehört außerdem, dass alle Teammitglieder gleich behandelt werden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die ohnehin schon anstrengende Diva auch schon ständig Extrawürste bekommt, Narrenfreiheit hat oder nur mit Samthandschuhen angefasst wird.

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