Ziele visualisieren Anleitung

Ziele visualisieren Anleitung

Wer sich mit den Themen Zielerreichung und Motivation beschäftigt, wird früher oder später auf die Technik des Visualisierens stoßen. Viele Motivationstrainer schwören auf diese Technik. Doch wozu soll es gut sein, die eigenen Ziele zu visualisieren? Und wie funktioniert das Ganze überhaupt?

Sie haben sich ein bestimmtes Ziel gesetzt und möchten nun alles tun, um dieses Ziel zu erreichen? Dann sollten Sie Ihr Ziel visualisieren. Denn wenn Sie sich ein Bild von Ihrem Ziel machen und sich dieses Bild immer wieder vor Augen führen, werden Sie stetig auf Ihr Ziel zusteuern.” –

So oder so ähnlich wird die Motivationstechnik des Visualisierens beschrieben und im Zusammenhang mit der Zielerreichung sehr oft empfohlen. Aber wie werden Ziele visualisiert? Und hilft das Visualisieren von Zielen wirklich?

 

Die Idee hinter dem Visualisieren von Zielen

Mit dem Visualisieren ist die bildhafte Vorstellung vom gesetzten Ziel gemeint. Eine Person definiert also zunächst einmal für sich, welches Ziel sie gerne erreichen will. Und dieses Ziel stellt sie sich dann bildhaft vor. Dabei kann dieses Bild rein in den Gedanken stattfinden, aber genauso auch ein konkretes, greifbares Bild beispielsweise in Form eines Fotos sein.

Tatsächlich ist es gar nicht so abwegig, ein Ziel zu visualisieren. Denn ein Großteil unserer Gedanken spielt sich ohnehin in Bildern ab. Wenn sich die Person nun ein Bild von ihrem Ziel ausdenkt und sich dieses Bild immer wieder in der gleichen oder einer ähnlichen Form vor Augen führt, prägt sich das Bild ein. Dadurch gewinnt es zunehmend an Kraft. Im Ergebnis kann das bildhafte Vorstellen des Ziels dann tatsächlich dazu beitragen, dass das Ziel erreicht wird.

Allerdings reicht es nicht aus, sich nur ein Bild vorzustellen. Stattdessen muss das Bild auch mit Emotionen verknüpft werden. Damit das Bild wirken kann, muss es also Gefühle wie Freude oder Stolz auslösen. Letztlich sind es nämlich vor allem die Emotionen, die die Motivation fördern und aufrechterhalten. Und die Person muss selbst an ihre eigenen Bilder und damit an die Zielerreichung glauben.

 

Dazu ein Beispiel:

Angenommen, eine Person setzt sich das Ziel, bald den nächsten Karriereschritt zu machen. Also visualisiert sie täglich mehrere Male ihr Ziel. Sie stellt sich vor, wie sie in ihrem neuen Büro sitzt, Aufgaben an ihre Mitarbeiter delegiert und Teambesprechungen leitet.

Doch in Wahrheit glaubt die Person nicht daran, dass sie jemals diese Position erreichen wird. In diesem Fall wird auch das Visualisieren des Ziels nicht viel bringen. Zumal noch hinzukommt, dass die Person vermutlich kaum die Motivation aufbringen wird, am Erreichen des Ziels zu arbeiten.

 

Ziele visualisieren – eine Anleitung

Um die Motivation und das Durchhaltevermögen aufzubringen, ein gesetztes Ziel zu erreichen, kann es hilfreich sein, das Ziel in Bilder zu verpacken. Und das geht so:

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  • Wenn sich eine Person ein Ziel setzt und dieses Ziel für sich definiert hat, hat sie meist schon eine erste Vorstellung davon, wie ihr Zielbild aussieht. Was erscheint vor dem inneren Auge, wenn die Person an ihr Ziel denkt und sich vorstellt, dass sie dieses Ziel erreicht hat? Dieses erste Zielbild ist die Grundlage.
  • Nun sollte die Person die Situation in ihren Gedanken weiter ausmalen. Welche Details kann sich die Person vorstellen? Welche einzelnen Situationen fallen ihr ein? Wodurch wird das Bild noch klarer und schöner? Für den Motivationseffekt ist es am besten, wenn sich die Person in der Szene sieht. Sie sollte also beispielsweise nicht nur an ihr absolutes Traumauto denken, sondern sich vorstellen, wie sie in diesem Auto sitzt und damit fährt.
  • Im nächsten Schritt sollte die Person ihre Zielbilder mit Emotionen verknüpfen. Wie fühlt es sich an, wenn die Person ihr Zielbild sieht? Empfindet sie Vorfreude, Stolz, Genugtuung, Erleichterung? Hat sie das Gefühl, dass sie Respekt und Anerkennung erfährt? Diese positiven Empfindungen sollte die Person zusammen mit ihren Zielbildern abspeichern.
  • Wenn es nun darum geht, das gesetzte Ziel in Angriff zu nehmen, sollte sich die Person ihre Zielbilder immer wieder vor Augen führen. Experten empfehlen, die Ziele morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Einschlafen zu visualisieren. Aber auch tagsüber, einfach so zwischendurch, sollte sich die Person ihre Zielbilder in Erinnerung rufen. Dabei genügen schon wenige Sekunden. Denn letztlich geht es darum, sich daran zu erinnern, warum es sich lohnt, hart an seinem Ziel zu arbeiten.

Wer sich am Anfang mit dem Visualisieren etwas schwertut, kann sich mit einem Trick behelfen. Statt sich die Zielbilder nur in Gedanken vorzustellen, ist es nämlich genauso gut möglich, mit echten Bildern zu arbeiten. Das können Fotos, Abbildungen aus Zeitschriften und Prospekten, Katalogbilder, Comics oder Mindmaps sein.

Diese Bilder kann sich die Person immer wieder anschauen und die Situation in Gedanken weiter ausmalen. Diese Methode eignet sich übrigens auch dann, wenn die Führungskraft die Ziele visualisieren möchte, die sie zusammen mit ihrem Team erreichen will.

 

Wann das Visualisieren von Zielen helfen kann

Das Visualisieren von Zielen kann eine hilfreiche Technik sein, um sich selbst zu motivieren. Und dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

  1. Wenn sich eine Person ihre Ziele vorstellt und immer wieder an die damit verknüpften Bilder und Emotionen denkt, ruft sie sich die Ziele regelmäßig in Erinnerung. Ihr Denken wird in Richtung der Ziele gelenkt. Dadurch fallen der Person möglicherweise neue Sichtweisen, Lösungsansätze oder Vorgehensweisen ein, die ihr vorher so nicht klar waren. Zudem geraten die Ziele nicht in Vergessenheit. Das klingt zwar banal, kann im hektischen Alltagstrubel vor allem bei mittel- und langfristigen Zielen aber schnell passieren.
  2. Das Visualisieren der Ziele löst positive Gefühle aus. Die Person kann sich vorstellen, wie toll es sich anfühlen wird, wenn sie ihr Ziel erreicht hat. Das wiederum fördert die Motivation, die notwendigen Schritte zu unternehmen und am Ball zu bleiben. Denn die Person kann sich immer wieder sagen, dass sich die Mühe lohnt und sie weiß, wofür sie es tut.

Allerdings ist das Visualisieren keine Garantie dafür, dass die Ziele erreicht werden. Ebenso kann das Visualisieren nicht verhindern, dass die Person scheitert. Zudem können die Ziele nur dann erreicht werden, wenn die Person aktiv wird und die erforderlichen Maßnahmen einleitet.

Daneben muss die Person von ihrem Ziel überzeugt sein und sowohl an sich selbst als auch daran, dass sie ihr Ziel erreichen kann, glauben. Sich allein ein Zielbild auszumalen, genügt also nicht, Aber das Zielbild kann es leichter machen, das Ziel greifbar zu machen und nicht aus den Augen zu verlieren.

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