4 schwierige Kollegen-Typen und Tipps für den Umgang mit ihnen

4 schwierige Kollegen-Typen und Tipps für den Umgang mit ihnen

In einem Team kommen verschiedene Charaktere zusammen. Doch während die Zusammenarbeit mit einigen Typen prima funktioniert, kann sich der Umgang mit anderen Kollegen-Typen als sehr schwierig erweisen.

In fast jeder Stellenanzeige wird der Wunsch nach Teamfähigkeit geäußert. Und im ersten Moment liegen die Vorteile von Teamarbeit auf der Hand. Schließlich lässt sich vieles schneller und leichter bewerkstelligen, wenn mehrere Mitarbeiter zusammenarbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen.

Die Teammitglieder können sich austauschen, verschiedene Ideen einbringen, sich gegenseitig unterstützen und kreative Lösungsansätze erarbeiten. Jeder im Team hat seine Stärken und diese Potenziale können zusammenfließen und ausgeschöpft werden, während gleichzeitig die Schwächen ausgeglichen werden können.

Das Gemeinschaftsgefühl und die gemeinsamen Erfolgserlebnisse schweißen zusammen, tragen zu einem angenehmen Arbeitsklima bei und steigern dadurch auch die Motivation.

Soweit zumindest die Theorie. Die Praxis sieht aber mitunter anders aus. Denn das ständige Abstimmen und Absprechen mit den Kollegen kann den Arbeitsfluss hemmen und auf Dauer sehr anstrengend sein. Das gilt vor allem dann, wenn die Aufgaben und Zuständigkeiten nicht klar verteilt sind. Im Team kann sich eine Konkurrenzsituation entwickeln. Werden alle erreichten Ziele immer nur als Teamleistung gewertet, wird es für den einzelnen Mitarbeiter schwer, sich durch besondere Leistungen hervorzutun.

Im Ergebnis kann die Motivation sogar leiden. Und dann gibt es da noch ein weiteres Problem: Längst nicht jeder im Team ist ein angenehmer Kollege. Dass sich nicht alle Teammitglieder gleichgut verstehen und nicht jeder mit jedem gleichgut zusammenarbeiten kann, ist völlig normal. Allerdings gibt es ein paar Typen, die die Teamarbeit besonders schwer machen.

In der folgenden Übersicht stellen wir vier solcher schwierigen Kollegen-Typen vor. Und geben Tipps für den Umgang mit ihnen:

 

Schwieriger Kollegen-Typ Nr. 1: der Jammerer

Der Jammerer beklagt sich ständig über die viele Arbeit, die schwierigen Aufgaben und das anstrengende Tagesgeschäft. Noch nerviger als das ewige Gejammer ist aber, dass dieser Kollege keinerlei Verantwortung übernehmen möchte. So ist er zwar schnell dabei, wenn es darum geht, die Fehler der anderen aufzuzeigen und zu kritisieren.

Doch eigene Fehler sieht er nicht und würde sie zudem auch nicht einräumen, sondern einem anderen Kollegen in die Schuhe schieben. Hinzu kommt, dass sich der Jammerer sehr für Klatsch und Tratsch begeistern kann.

Dadurch bleibt seine eigene Arbeit mitunter liegen und seine Kollegen hält er ebenfalls damit auf. In der Folge jammert er noch mehr, weil der Aufgabenberg durch die liegengebliebene Arbeit ja noch größer geworden ist. Außerdem kann der Jammerer durch das Getratsche über andere Unstimmigkeiten im Team hervorrufen.

So klappt der Umgang: Die Führungskraft sollte dem Jammerer ein Mal aufmerksam zuhören. Stellt sich bei diesem einen Gespräch heraus, dass die Klagen wirklich nur ein Jammern ohne echten Grund sind, sollte die Führungskraft den Jammerer fragen, wie sich die Arbeitssituation aus seiner Sicht verändern müsste und welche konkreten Verbesserungsvorschläge er hat. Es macht aber keinen Sinn, sich die Beschwerden wieder und wieder anzuhören. Denn dadurch fühlt sich der Jammerer in seinem Verhalten bestätigt und wird sein Klage-Tratsch-Konzert womöglich endlos fortsetzen.

 

Schwieriger Kollegen-Typ Nr. 2: der Besserwisser

Der Besserwisser neigt zu einem arroganten Auftreten. Mit einem rechthaberischen, teils sarkastischen und teils zynischen Tonfall nutzt er jede Gelegenheit, um seinen Kollegen zu verdeutlichen, wie gut und wie viel er arbeitet. Er stellt sich gerne als derjenige hin, dessen Leistungen unverzichtbar sind.

Zumal er nicht nur die Arbeit macht, sondern auch immer weiß, wie es richtig und besser geht. Eine Folge dieses Verhaltens kann außerdem sein, dass der Besserwisser andere, unsicherere Kollegen manipuliert und die Position der Führungskraft damit unterwandert.

So klappt der Umgang: Die Führungskraft sollte die guten Leistungen des Besserwissers zunächst anerkennen und loben. Dadurch nimmt sie ihm den Wind aus den Segeln. Anschließend sollte sie dem Besserwisser aber verdeutlichen, dass er seine gute Leistung durch ein derartiges Auftreten und Verhalten selbst massiv abschwächt.

Bewirkt das nichts, sollte die Führungskraft einen Zeitpunkt festlegen, bis wann sie eine Veränderung sehen möchte und kommunizieren, welche Konsequenzen drohen, wenn der Besserwisser sein Verhalten nicht abstellt.

 

Schwieriger Kollegen-Typ Nr. 3: der Kontrolleur

Der Kontrolleur versteht sich als Teammanager. Er kontrolliert die Arbeit seiner Kollegen, übernimmt das Kommando und hält die Fäden fest in der Hand. Keiner aus dem Team kommt am Kontrolleur vorbei, zumal er keine Veranlassung sieht, Informationen weiterzugeben. Sein Streben nach mehr Verantwortung kann durchaus dazu führen, dass der Kontrolleur Machtspielchen inszeniert.

So klappt der Umgang: Wenn es darum geht, den Kontrolleur in den Griff zu bekommen, ist die Führungskraft gefragt. Sie muss klar kommunizieren, welche Funktion der Kontrolleur im Team hat, welche Aufgaben seine Rolle mit sich bringt, wie weit seine Verantwortlichkeiten gehen und wo die Grenzen erreicht sind.

Die Führungskraft muss verdeutlichen, dass sie das Sagen hat und das Engagement des Kontrolleurs zwar begrüßt, ein Kräftemessen mit ihr aber so nicht weiter dulden wird.

 

Schwieriger Kollegen-Typ Nr. 4: der Gutmütige

Der Gutmütige möchte, dass ihn alle mögen. Harmonie und ein freundschaftliches Verhältnis im Team sind ihm sehr wichtig. Deshalb bietet er jedem ständig seine Hilfe an. Er unterstützt seine Kollegen, wo er nur kann. Das Ergebnis kann aber sein, dass er sich soviel Arbeit aufhalst, dass er seine eigenen Aufgaben kaum schafft. Zudem kann es passieren, dass die Kollegen den Gutmütigen gnadenlos ausnutzen.

So klappt der Umgang: Der Gutmütige muss lernen, Nein zu sagen. Die Führungskraft muss dem Gutmütigen verdeutlichen, dass er kein schlechterer Mensch ist und nicht plötzlich zum Buhmann wird, wenn er sich zunächst auf seine eigene Arbeit konzentriert. Ändert sich nichts, sollte die Führungskraft den Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich des Gutmütigen im Team ganz klar eingrenzen.

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