8 Tipps für den Start als neue Führungskraft

8 Tipps für den Start als neue Führungskraft

Eine alte Weisheit besagt, dass der erste Eindruck zählt und sich im Nachhinein nur schwer wieder gerade rücken lässt. Was im Alltag gilt, trifft auch im Berufsleben zu. Wer die Position als neuer Vorgesetzter übernimmt, kann sich die Zusammenarbeit mit dem Team durch ungeschickte Ankündigungen oder ein unglückliches Verhalten selbst unnötig schwer machen. Doch worauf sollte geachtet werden?

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8 Tipps für den Start als neue Führungskraft

Hier sind acht Tipps für einen guten Start als neue Führungskraft!:

  1. Auf großspurige Formulierungen verzichten

Die neue Führungskraft sollte es bei ihrer Vorstellung tunlichst vermeiden, hochtrabende Begriffe in den Raum zu stellen. Wer sich selbst als Experte, Top-Manager, Profi für Umstrukturierungen oder erfahrener Kopf von Hochleistungsteams präsentiert, schürt oft Unsicherheit.

Die neuen Mitarbeiter könnten die Aussagen falsch interpretieren. Die Folge könnten Vorbehalte oder die Befürchtung sein, dass der Neue alles umkrempeln und Arbeitsplätze abbauen will.

Besser ist, sich zunächst als Person vorzustellen. Die Ideen und Pläne für die künftige Arbeit sollte die Führungskraft kommunizieren, wenn sich alle Beteiligten ein Bild voneinander machen konnten. Auch wenn die Führungskraft von der Geschäftsführung angekündigt wird, sollte sie in ihrem eigenen Interesse darum bitten, den bisherigen Werdegang außen vor zu lassen.

  1. Offenheit ausstrahlen

Bei der Vorstellung sollte die neue Führungskraft versuchen, möglichst sympathisch rüber zu kommen. Ihr Ziel sollte sein, freundlich und offen zu wirken und möglichst wenig Vorurteile entstehen zu lassen.

Bei der Vorstellung geht es darum, einen positiven Eindruck zu wecken, um auf diese Weise das künftige Team für sich zu gewinnen. Das gelingt, indem die Führungskraft eine aufrechte Haltung einnimmt, Blickkontakt zu jedem Teammitglied sucht und alle in das Gespräch einbezieht.

Außerdem sollte sie selbst nicht zu viel Redezeit beanspruchen, sondern eher interessiert zuhören.

  1. Neutrale Haltung zum Vorgänger einnehmen

Generell ist ratsam, sich bei einem Personalverantwortlichen nach dem Vorgänger zu erkundigen. Warum ist die bisherige Führungskraft nicht mehr da? Ist sie freiwillig gegangen, wurde sie befördert oder trennten sich die Wege unfreiwillig? Welche Erfolge konnte der Vorgänger mit dem Team erzielen?

Die neue Führungskraft sollte neutral zu ihrem Vorgänger stehen. Das gilt unabhängig davon, ob sie ihn persönlich kannte oder nicht. Die Führungskraft sollte sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen, sich kritisch über ihren Vorgänger zu äußern oder gar in Aussicht zu stellen, dass sie vieles besser machen wird.

Zum einen signalisiert sie auf diese Weise, dass ihr Loyalität ein wichtiger Wert ist.

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Zum anderen wird es im Team mit Sicherheit den einen oder anderen geben, der mit dem alten Chef gut ausgekommen ist und die Zusammenarbeit gerne fortgesetzt hätte.

Ein anderer Aspekt ist, dass die Führungskraft indirekt die Leistungen des ganzen Teams infrage stellt, wenn sie die Arbeit ihres Vorgängers anzweifelt. Für einen guten Start in die gemeinsame Zukunft ist das keine hilfreiche Basis.

  1. Verbindlich auftreten

Beim ersten Zusammentreffen sollte die neue Führungskraft vermitteln, dass sie sich auf die künftige Zusammenarbeit freut und gespannt ist, die Teammitglieder näher kennenzulernen.

Gleichzeitig sollte sie versuchen, sich von Anfang an als verlässlicher und verbindlicher Ansprechpartner zu präsentieren. Dazu kann sie zum Beispiel klare Ansagen zu ihrem ersten Arbeitstag machen. Wann wird sie im Büro sein? Für wann ist das erste Meeting in großer Runde geplant?

  1. Das Team für die Zusammenarbeit motivieren

Gerade in der Anfangsphase ist es wichtig, dass die neue Führungskraft das Team auf eine gute Zusammenarbeit einstimmt und dafür gewinnt, die künftigen Aufgaben gemeinsam anzugehen.

Dazu sollte sie dem Team die Gelegenheit geben, Fragen zu stellen. Lehnt sie sich entspannt zurück und hört aufmerksam zu, was ihr Team wissen oder loswerden möchte, ist das Eis schnell gebrochen.

Im Idealfall gelingt es der Führungskraft, den Blick auf die Zukunft zu richten und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Allerdings sollte sie nicht zu voreilig große Erwartungen vortragen. Die Führungskraft sollte immer im Hinterkopf haben, dass sie unter Beobachtung steht.

Die Teammitglieder bewerten ihre Aussagen und Reaktionen, ihre Mimik und ihre Gestik. Um das Vertrauen des Teams zu gewinnen, kommt es auf die richtige Mischung aus natürlichem Auftreten und professioneller Haltung an.

  1. Rahmenbedingungen kommunizieren

Das erste Team-Meeting sollte die neue Führungskraft nutzen, um zu erklären, welche Ziele sie verfolgt und worin sie Herausforderungen sieht. Sie sollte dem Team kurz erläutern, was sie bisher gemacht hat und weshalb sie sich entschieden hat, diese Stelle anzutreten.

Außerdem sollte sie ein paar Sätze zu ihrem Führungsstil und ihren Wertvorstellungen sagen. Was ist ihr wichtig? Worauf legt sie Wert? Was schätzt sie? Und was möchte sie nicht sehen?

Die Rahmenbedingungen grob abzustecken, ist wichtig, damit das Team ungefähr weiß, woran es ist und was auf es zukommt.

  1. Nicht den Kumpel geben

Die Führungskraft sollte es vermeiden, die Sympathien ihres Teams gewinnen zu wollen, indem sie sich als lockerer Kumpel-Typ gibt. Sie ist der neue Chef und sollte so auch von ihren Mitarbeitern wahrgenommen werden.

Zur Aufgabe als Führungskraft gehört, das Team zu leiten, Entscheidungen zu treffen, die Abläufe zu kontrollieren, Verantwortung zu übernehmen und konsequent zu handeln. Das setzt eine gewisse Autorität voraus.

Natürlich muss und soll sich die Führungskraft nicht als unnahbarer Chef aufspielen, der das alleinige Sagen hat. Aber eine zu freundschaftliche Ebene ist der falsche Weg, um sich den Status als Respektsperson zu erarbeiten.

  1. Veränderungen behutsam einleiten

In der ersten Zeit sollte die Führungskraft vor allem als Vorbild agieren. Sie sollte die Arbeitshaltung vorleben, die sie auch von ihrem Team erwartet. Es braucht seine Zeit, bis sie und das Team zusammengefunden haben und als Einheit an einem Strang ziehen.

Deshalb sollte die Führungskraft auch nicht auf die Idee kommen, gleich alles auf links drehen zu wollen. Wenn sie direkt zu Beginn ankündigt, dass es große Änderungen und viele Neuerungen geben wird, schürt sie unter ihren Mitarbeitern Unsicherheit.

Statt sich motiviert ans Werk zu machen, wird das Team dann erst einmal skeptisch abwarten, was in den nächsten Wochen passiert.

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Sabine Nauer - Trainingsentwickler und Beraterin in Personalentwicklung, Michael Patzek - Personalreferent, Maike Müller - Trainingscoach für Führungskräfte, sowie Ferya Gülcan - Redakteurin, Unternehmerin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zur Motivation von Mitarbeitern, Weiterbildung von Führungskräften und dem Personalwesen.

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